Sportarten der Zukunft fördern – eSports als Sportart anerkennen!

Die Jungen Liberalen Ennepe-Ruhr sprechen sich dafür aus, dass eSports als Sportart durch den DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) anerkannt wird und vom EN-Kreis in gleicher Weise gefördert wird wie es andere anerkannte Sportarten und Vereine bereits werden. (In die Sportförderung aufgenommen wird).

Begründung:

Auf der ganzen Welt wird in immer mehr Ländern eSports als Sportart offiziell anerkannt. So ist Schweden, Russland, Südkorea,  Großbritannien und Brasilien eSports bereits als Sport anerkannt worden. Das Ansehen, welches eSportler in Südkorea genießen gleich dem eines Profifußballers in Deutschland. Dadurch werden bei großen eSports-Events auch häufig ganze Stadien gefüllt, zusätzlich zu den vielen Online Zuschauern. So hatte die League of Legends Weltmeisterschaft 2015 insgesamt 36 Millionen Zuschauer. Das macht eSports auch zu einem nicht zu unterschätzenden Wirtschaftszweig. Wenn Deutschland hier im internationalen Vergleich mithalten möchte, muss die Akzeptanz für eSports deutlich gesteigert werden und die hiesigen Vereine müssen entsprechend auch genauso wie Fußball- oder Rudervereine gefördert werden.

Die eSports Abteilungen von großen Fußballvereinen, wie zum Beispiel von Bayern München, oder Schalke 04 nehmen ebenfalls zu. Durch eine Aufnahme im DOSB wird der Weg für eine weitere Verbreitung in Deutschland freigemacht und die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich verbessert. Zudem kann sich Deutschland im Zuge dessen als Gastgeber für internationale eSports-Events bewerben.

Die DOSB erklärt die Nichtaufnahme von eSports aktuell damit, dass dem eSport angeblich eine motorische Aktivität fehle und die „Einhaltung ethischer Werte“ und bestimmte Verbandsstrukturen Voraussetzungen sind, die bei eSports fehlen. Diese Begründung ist allerdings nicht stimmig, da beispielsweise auch Schach oder Schießsport auch vom DOSB anerkannt worden sind, obwohl sie nach den oben genannten Kriterien nicht anerkannt hätten werden dürften. Außerdem bedarf es bei der Bewegung der Hände und Finger beim eSport einer großen Präzision. Die Herzfrequenzen bei Wettbewerben von professionellen eSportlern liegen deutlich im Kardiobereich. Zudem ist in den meisten eSport-Disziplinen Teamplay unerlässlich, um erfolgreich zu sein. So werden in professionellen eSport-Abteilungen der Vereine auch die sozialen Interaktionen gefördert und durch Trainingseinheiten verbessert.

Zusätzliche Informationen:

Für die Sportförderung des EN-Kreises standen im Haushaltsplan 2016 für Zuweisungen an private Sportvereine Mittel in Höhe von insgesamt 22.000,00 € zur Verfügung. Von diesen wurden im Jahr 2017 Zuwendungen in Höhe von 17.986,31 € bewilligt und ausgezahlt. Entsprechend standen weitere 4.013,69 € am Ende des Jahres noch zur Verfügung. Eine Ausschöpfung der zur Verfügung stehenden Fördergelder ist im EN-Kreis also noch nicht erreicht.